In aller Frische ging es am Samstagmorgen für die JuBe (ehemals JuMa) mit dem Zug ins
sommerliche Italien, genauer gesagt an den Camping Acquafraggia in der Nähe von
Chiavenna. Der Campingplatz macht seinem Namen alle Ehre, denn Acquafraggia bedeutet
Wasserfall: Diesen konnten wir bis in unsere Zelte hören und sogar in der nassen, aber krassen
„Mamma Mia“ beklettern.
Mamma Mia – Gotische Kletterei direkt am Campingplatz, der Bericht:
„Die recht neue Tour direkt am Campingplatz war so eine Highlight-Tour, dass ich sie sogar
zweimal geklettert bin. Von Platte bis zum kräftigen Überhang war jede Struktur dabei –
teilweise richtig filigrane Felsformationen, fast wie in einer gotischen Kirche. Die Szenerie direkt
neben dem Wasserfall und bequeme Stände im Schatten sorgten zusätzlich für ein perfektes
Klettererlebnis. Nicht zu vergessen: das Canyoning zum Einstieg “
Neben dieser tollen Tour bietet die Gegend rund um Chiavenna aber auch viele weitere schöne
Felsen, die das Kletterherz höherschlagen lassen: Von Sportkletterrouten über Klettersteige bis
hin zu alpin angehauchten Mehrseillängen war alles dabei. Auch ausgedehnte Wanderungen
durch einsame Bergdörfer standen auf dem Programm.
Nach einem langen Tag durfte das Duschen unter dem Wasserfall oder das Abkühlen der Füße
in eiskalten Bergflüssen natürlich nicht fehlen.
Für das Ausgleichsprogramm war ebenfalls gesorgt: Auf dem Rückweg vom Fels wurde Halt im
hübschen Chiavenna gemacht um Gelato, Cappuccino und echtes Italien-Urlaubsfeeling zu
tanken.
Doch auch unsere geistigen Kapazitäten wurden gefordert: Zahlreiche Inputs von JuBe-
Mitgliedern bereicherten die Woche, unter anderem zur Wiederholung des Standplatzbaus und
Tourenplanung, in Workshops zum Seilpuppen-Machen, Jonglieren, Akrobatik – und vielem
mehr.
Jeden Abend wurden nach einem leckeren Essen vom Campingkocher gemeinsam die Touren
für den nächsten Tag geplant. Es wurde von vergangenen Touren berichtet, sich über Bedingungen, Absicherung und Zustiege ausgetauscht und so geplant, dass möglichst alle auf
ihre Kosten kamen.
Wie jedes Jahr wurde die Ausfahrt gemeinschaftlich organisiert und durchgeführt. Nur dank der
Arbeit des engagierten Orga-Teams im Vorfeld – und der Beteiligung von uns allen vor Ort –
konnten wir auch dieses Jahr wieder eine großartige Ausfahrt genießen. Ein herzliches
Dankeschön an dieser Stelle an alle Engagierten, die sich hierfür Zeit genommen haben!
Die Pfingstausfahrt war auf jeden Fall ein Highlight im JuBe-Kalender. Wir freuen uns
schon auf nächstes Jahr!
Text: Rania Bälz

